US Technologie Konzern entwickelt schießende Drohne

Eine schießende Drohne wurde nun anscheinend von dem US Unternehmen Duke Robotics entwickelt und soll wohl voll einsatzfähig sein. Die Drohne namens Tikad ist ausgestattet mit einem Maschinengewehr und einem Granatwerfer und soll in Zukunft in Krisengebieten eingesetzt werden. Die Waffen werden über einen Kontroller abgefeuert und dafür sorgen, dass im Einsatz weniger Soldatenleben gefährdet werden. Die Kriegsdrohne soll allerdings nicht nur für das Militär, sondern auch für den privaten Gebrauch zu erwerben sein, wobei man sich fragt wofür man so eine Drohne braucht.




Duke Robotics Kriegsdrohne

Bei vielen Armeen besteht jetzt schon großes Interesse und Duke Robotics hat auch einen Innovationspreis des Verteidigungsministeriums gewonnen. Speziell Israel ist wohl sehr daran interessiert, was mit der politischen Lage aber wahrscheinlich auch damit zusammenhängt, dass alle Gründer, Israelis mit militärischem Hintergrund sind. Doch bei all der Euphorie stellt sich natürlich die Frage in wie man damit die Tötung von unschuldigen Menschen in Kauf nimmt. Laut dem Robotik Experten Prof. Noel Sharkey besteht die akute Gefahr von Verletzung der Menschenrechte, wie schon bei den großen, unbemannten Drohnen der USA beispielsweise. Allerdings schätzt er das Missbrauchspotential als höher an, da diese Drohne ganz einfach und schnell lokale Einheiten unterstützen kann und so die Anzahl der Menschenrechtsverletzungen deutlich hoher sein wird.

Tikad Kriegsdrohne

Prof. Sharkey ist ein Prominenter Kritiker von „Killerrobotern“, welche autonom von Computern gesteuert werden und Ziele ganz automatisch aussucht und eliminiert. Doch um dieses Ziel zu erreichen steht er nicht allein. So unterstützen über 60 Internationale NGO’s eine Initiative, um einen Bann dieser Waffen bei der UN durchzusetzen. Bei der Tikad handelt es sich zwar noch um eine von einem Menschen gesteuerte Waffe, allerdings ist der Schritt zu einer völlig autonomen Drohne wohl nicht mehr groß. Eine weitere, sehr beunruhigende Vorstellung ist auch der Missbrauch durch Terroristen, die diese Technologie verwenden könnten, um bei Anschlägen viele Hunderte Menschen zu töten. Zu hoffen bleibt, dass diese Technologien umfassenden ethischen Standards gerecht werden müssen und dass die UN sich umfassend mit diesem Thema auseinander setzt-bevor es die ersten unschuldigen Opfer gibt.

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