Eine neue Ära der Drohnenproduktion?

Die Herstellung von Drohnen könnte in naher Zukunft revolutioniert werden. Ausgangspunkt ist die Zusammenarbeit der Software, Design und Dienstleistungsfirma Autodesk mit dem US Marine Corps (USMC). Dieses neue Bespiel eines Zusammenspiels von Wirtschaft und staatlichen Behörden schaffte es diese Woche eine neue Militärdrohne zu produzieren und das komplett mit einem 3D Drucker! Zwar handelt es sich hierbei nicht um eine DJI Phantom 4 oder andere „normale“ Drohnen, sondern um eine Überwachungsdrohne namens „Scout“ mit fixierten Flügeln.




Die Drohne lässt sich allerdings in vier bis fünf Teile zerlegen und eignet sich so sehr gut für den Einsatz in Aufklärungsoperationen. Außerdem lässt sie sich in drei Minuten zusammenschrauben und ist auf Grund der verwendetet Materialien sehr leicht. Ziel dieses neuen Ansatzes ist eine deutliche Kostenreduzierung. Die aktuellen Drohnen kosten ca. 30.000 Dollar (25.429€) und deutlich mehr wie 100.000 Dollar (84749€) im Betrieb und verhindern so einen großflächigen Einsatz. Um die Auswirkung dieses neuen Fortschritts zu verstehen muss man die Produktionskosten vergleichen. Mit 613 Dollar (519€) pro Fluggerät ist die Herstellung ca. 49 Mal billiger als bisher und auch die Inbetriebnahme oder die Ersatzteil Beschaffung ist deutlich günstiger. Hinter dieser Idee steht der 26-jähriger Marine Rhet McNeal, der nach abgeschlossenem Luftfahrtechnik Studium, mit seinem Vorstoß die „Marine’s Logistics Innovation Challenge“ gewonnen hat.

Eine neue Ära der Drohnenproduktion?

Um seine Vorstellung um zu setzten arbeitet er vier Monate bei Autodesk, einem Unternehmen aus San Francisco, dass in diesem Bereich sowohl mit Know-How als auch der nötigen Ausrüstung ausgestattet ist. Im Januar 2017 waren die Designpläne fertiggestellt und durch das hohe Engagement von McNeal als auch Autodesk ist es nun gelungen die „Scout“ erfolgreich um zusetzten. Im Moment muss die Drohne umfangreiche Tests über sich ergehen lassen, um sie hoffentlich bald in Serie herzustellen. Falls sich rausstellt, dass dieser Produktionsprozess auch im großen Maße effizienter und vor allem günstiger ist, ergeben sich hier sowohl für das Militär als auch für zivile Hersteller komplett neue Möglichkeiten.

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