Drohnen für die Wissenschaft

Drohnen für die Wissenschaft ist ein durchaus neues aber großes Thema. In diesem Beitrag geben wir einen kleinen Einblick.

In Potsdam gab es erstmals einen Workshop namens „Drohnen im Dienst der Wissenschaft“, der von Bodo Bockhagen, Professor für Geologische Fernerkundung an der Universität Potsdam, organisiert wurde. Das Ziel war wissenschaftliche Projekte, welche Drohnen nutzen, zusammen zu bringen. Bei diesem Treffen kam es zu einem regen Austausch zwischen den verschiedenen Gruppen, wobei schnell klar wurde wie vielfältig die Einsatzbereiche sind. Die Bundesanstalt für Materialforschung verwendet Drohnen um mit Hilfe von Lasern Methangas aufzuspüren, um Gaspipelines auf Lecks zu prüfen. Diese Variante ist wesentlich kostengünstiger und schneller als herkömmliche Methoden, zusätzlich kann auch Methangas, welches als Nebenprodukt von Fracking entsteht, aufgespürt werden. Das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie nutzt ähnliche Technik um den Schädlingsbefall von Wäldern und Feldern besser einschätzen zu können.




Für seine eigene Forschung auf der Santa Cruz Insel direkt vor dem kalifornischen Santa Barbara helfen Herrn Bockhagen Drohnen um die sehr schwer zugängliche Insel zu erkunden und das Gelände kartografisch zu erfassen. Drohnen eignen sich hier besonders gut, da sie Hindernisse wie Bäume, Schluchten oder Felsen problemlos überfliegen können.  Um seinen Studenten diese Thematik näher zu bringen, sollen ab August zusammen mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten neue Aufnahmen von dessen Schlössern angefertigt werden. In der Arbeitsgruppe „Allgemeine Geologie“, unter der Leitung von Manfred Strecker, wurden in Süd-Kenia präzise Geländemodelle erstellt um längst ausgetrocknete Seen, sogenannte Paläoseen wieder zu entdecken. Ein weiteres Einsatzgebiet ergibt sich auch in Südäthiopien, wo ab 2018 Drohnen zum Einsatz kommen sollen um zu beweisen, dass ein feuchtes Klima die Evolution der Menschheit begünstigt hat. Martin Tauber, Potsdamer Professor für die Dynamik des Paläoklimas, sieht die Stärke der Drohnen vor allem darin, dass diese im Vergleich zu Helikopteraufnahmen nicht etwa 60.000 € kosten sondern nur einige tausend Euro. Man kann also sagen dass das Drohnen in den kommenden Jahren die Wissenschaft immer mehr bereichern werden, da sie kostengünstig sind, leicht zu bedienen und extrem Anpassungsfähig.

Nicht nur das Thema Drohnen für die Wissenschaft ist ein aufkommendes Thema, sondern auch Drohnen als Entwicklungshelfer, hier geht es zu unserem Artikel.

Einsatz von drohnen in der Wissenschaft

Quellen: qz.com

Bild: htw-dresden.de