Drohnen als neue Kriegswaffen?

Am 22/23.03.2017 ist das größte Munitionslager in der Ost-Ukraine in Flammen aufgegangen und größtenteils zerstört worden. Auf dem 370 Hektar großen Gelände in Balaklija lagerten schätzungsweise 138.000 Tonnen Munition, welche hauptsächlich gegen die Separatisten in der Ost-Ukraine eingesetzt werden. Bei dem Brand mussten 20.000 Menschen in der Umgebung evakuiert werden und für die Rettungs- und Löscharbeiten wurden insgesamt an die 1300 Einsatzkräfte benötigt. Bei der Tragödie kam ein Mensch um und laut den zuständigen Militärs handelte es sich um eine Sabotage. Somit wären wir beim Thema Drohnen, denn den neusten Berichten zu Folge handelt es sich bei der „Tatwaffe“ um eine Drohne, welche eine Ladung Thermit auf einen Teil des Munitionslagers abgeworfen haben soll. Die Ermittler halten dies für die wahrscheinlichste Ursache, da vor allem immer mehr kommerziell erwerbbare Drohnen von militärischen Einheiten genutzt werden.




Der Vorteil liegt darin, dass sich diese ohne Einschränkungen von Sanktionen oder Verkaufsbeschränkungen erwerben lassen und sich sehr gut für Spionageeinsätze eignen. In diesem Fall ist anscheinend eine Granate abgeworfen worden, welche laut Experten, leicht über Modifizierungen an einer DJI oder Yuneec Drohne angebracht werden können. Die Thermit Granate brannte sich auf Grund der extremen Hitzeentwicklung durch sämtliche Stahlträger und löste schlussendlich eine Kettenexplosion mit Milliardenschaden aus. Als Verursacher werden die Separatisten in der Ost-Ukraine vermutet, denn wie angesprochen lagerte dort der Hauptteil des Nachschubs für die ukrainische Armee.

Hier das Video der Explosion:

Wer nun genau schuld ist lässt sich allerdings wohl nie Ganz klären, allerdings zeigt es auf, wie sich herkömmliche Drohnen auch zum Kriegseinsatz eignen. Diese Entwicklung verwundert allerdings kaum, denn genau so wie in anderen Bereichen überzeugen die vielen Einsatzmöglichkeiten und der geringe Preis. In Zukunft wird man also auch wohl die negativen Auswirkungen dieser neuen Technologie erfahren, wobei unserer Meinung nach die positiven Aspekte überwiegen. Nichts desto trotz zeigt es, dass man Drohnen auch in Zukunft genau beobachten muss und das gesetzliche Reglungen, wie eine Registrierungspflicht, sicherlich sinnvoll sind.

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