DJI Mavic Pro Erfahrungsbericht und Test

Die DJI Mavic Pro ist wohl im Moment die beliebteste Drohne von DJI . Die innovative Drohne lässt sich dank beweglicher Arme sehr kompakt zusammenklappen und passt daher in fast alle Rucksäcke oder Taschen. Dies macht die Drohne unheimlich praktisch, ohne dabei an Aufnahme- oder Flugqualität zu verlieren. Wir haben deshalb mit freundlicher Unterstützung von Droneking.de diese Drohne genauer angeschaut und ein komplettes Wochenende unter die Lupe genommen. Hier ist unsere Erfahrung mit dieser tollen Drohne.

dji mcvic pro

Der erste Eindruck der Mavic Pro

Als die Drohne von Droneking.de bei uns ankam, waren wir zunächst sehr gespannt, was uns erwarten wird. Natürlich hatten wir die Mavic Pro schon in der Hand, aber geflogen haben wir sie noch nicht. Die Drohne ist zwar relativ klein, hat dennoch ein beträchtliches Gewicht von 734 Gramm – ein erstes Anzeichen für gute Qualität. Die Unterseite der Drohne besteht komplett aus Aluminium und hat Öffnungen für eine Lüftung und die nötigen Sensoren. Die Drohne machte also einen sehr robusten und hochwertigen Eindruck. Im Vergleich zu einer Drohne von AEE, hat man hier gleich das Gefühl, dass die Drohne ein ruhiges und sicheres Flugverhalten aufweist. Nachdem wir die Drohne ein wenig begutachtet haben, luden wir die Akkus auf und hatten somit ein wenig Zeit für die Fernbedienung. Hierbei muss man wirklich von wenig Zeit sprechen, da der Akku der Mavic Pro relativ schnell aufgeladen ist. Nach 30 Minuten beträgt der Akkustand bereits mehr als 90%.

dji mavic pro im Koffer

Die Fernsteuerung der DJI Mavic Pro

Die Fernsteuerung hat zwei ausklappbare Antennen, die ein wenig an eine militärische Steuerung erinnern. Anders als bei den großen Modellen von DJI, wird bei der Mavic Pro Steuerung das Smartphone unterhalb angebracht. Dazu klappt man eine Halterung aus, welche mit einer Gummibeschichtung jedes Handy sehr gut festhält. In dem Lieferumfang sind für alle aktuellen Smartphones die richtigen Anschlüsse dabei, die man je nach Bedarf anstecken kann. Da diese Kabel aber sehr kurz sind und nur für ein Smartphone gedacht sind, befindet sich auf der Unterseite ein USB-Anschluss. Mit dem USB Anschluss kann ein Tablet angeschlossen werden, somit besteht die Möglichkeit den Flug auf einem größeren Bildschirm zu verfolgen. Die Steuerung macht genauso wie die Drohne einen sehr hochwertigen Eindruck. Sie liegt gut in der Hand, hat ein angenehmes Gewicht und ist sehr multifunktional. Es befinden sich zwei Tasten auf der Unterseite der Fernbedienung, welche als C1 und C2 deklariert werden. Standardmäßig kann man dadurch beim Flug Wegpunkte setzen und diese auch wieder löschen. Will man diesen Knöpfen aber eine andere Funktion erteilen, kann man dies sehr unkompliziert in der App über das angeschlossene Handy machen. Die DJI GO 4 App gibt es sowohl für iOS als auch für Android.




Auf der rechten und linken Seite befinden sich zwei kleine Rädchen, welche man mit den Zeigefingern steuert. Das linke Rädchen bewegt die Kamera der Drohne, das rechte ist für die Aufnahmemodi der Kamera zuständig. Sobald man keine Aufnahme macht, kann man hier Einstellungen an der Kamera vornehmen. Des Weiteren befindet sich der Return-to-Home Button, der Flugstop Button, welcher die Drohne schweben lässt und ein Knopf, welcher mit einem Klick in die Vogelperspektive wechselt, auf der Fernbedienung. Alle wichtigen Funktionen sind somit auf der Steuerung vorhanden, ganz nach dem Prinzip: „So wenig wie Möglich und so viel wie Nötig“. Ein klarer Pluspunkt.

dji mavic pro Fernsteuerung

Das Design der DJI Mavic Pro

Das Design der Drohne ist eher kantig, scharf und klar definiert. Alle Elemente haben eine Funktion und geben der Drohne eine perfekte Aerodynamik, womit sich im Sportmodus Geschwindigkeiten von bis zu 65 Km/h erreichen lassen. Die graue Farbe gibt der Drohne etwas geheimnisvolles und bedrohliches und die beiden Sensoren auf der Vorderseite erinnern an Augen die einen ständig im Blick haben. Diese Elemente verleihen der Drohne einen einzigartigen Charakter – sehr gelungen finden wir!

Der erste Flug mit der Mavic Pro

Nun ist es soweit, der erste Flug. Die hochwertige Mavic Pro lässt sich ohne ein Rucken oder Hängen ausklappen und ist im Handumdrehen Ready to Fly. Um einen reibungslosen Start zu garantieren ist es wichtig die Drohne auf einer ebenen Fläche zu starten. Bei unebener Startfläche wie z.B. Wiesen, sind Grashalme im Weg und bei hügeligem Untergrund kann es dazu kommen, dass die Propeller gefährlich nahe an den Boden kommen. Eine weitere Möglichkeit ist auch der Start aus der Hand, wobei wir dies auch erst probiert haben, nachdem wir mehrere Male geflogen sind. Aufpassen, dass die Hand nicht in die Rotoren kommt! Nun da wir die Drohne auf einem Stück Asphalt platziert haben (mit vollem Akku; sowohl Fernbedienung als auch Drohne!) und wir geprüft haben, dass keine Personen oder Autos in unmittelbarer Nähe sind, starteten wir die Mavic Pro. Bevor die Drohne allerdings startet muss sichergestellt werden, dass die Drohne den Startpunkt per GPS festlegt, damit die Drohne sich selbstständig stabilisieren kann und auch weitere Flugmodi verwendet werden können. Der Vorgang dauert allerdings nur ein paar Sekunden und so startete der erste Flug.

dji mavic pro währen dem Flug

Die Mavic steigt zügig und wackelfrei auf und bleibt in beliebiger Höhe stabil in der Luft stehen. Anfangs sollte man zur Sicherheit eine maximale Flughöhe festlegen und auch nur den „P“ Modus benutzen, da die Geschwindigkeit auf 36 km/h begrenz wird. Die ersten Flugminuten waren einfach nur entspannt und es hat von Anfang an Spaß gemacht die Drohne zu fliegen. Das hatte folgende Gründe:

  1. Die Übertragung von Fernbedienung zur Drohne ist absolut ohne Verzögerung und sehr genau, dies sorgt für ein hohes Vertrauen in die Drohne
  2. Durch die angesprochene Verbindung von Smartphone und Fernsteuerung, ergibt sich durch den Touch eine unkomplizierte Bedienung bzw. es ist sehr einfach verschiedene Flugmodi einzuspielen oder auch Flughöhe etc. einzustellen, je nach Umgebung
  3. Durch die eingebauten Sensoren muss man sich vor allem als Anfänger keine großen Sorgen um Hindernisse machen, da die Drohne diesen ausweicht (Das soll allerdings kein Freifahrtschein sein, denn eine 100% Garantie ist das nicht!) Durch das iPhone lässt sich die Drohne sehr gut über den Bildschirmsteuern, dennoch sollte man die Drohne nicht aus den Augen verlieren, besonders nicht in Deutschland, da dort der Sichtkontakt zur Drohne ein Muss ist.
  4. Die schon angesprochenen Flugmodi sorgen für sehr viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten, diese werden im Folgenden erklärt.

So nun zu den Flugmodi, welche jede Menge Abwechslung versprechen.

  • Der Grundmodus ist „P“, wenn man es allerdings sportlicher angehen will, dann kann man den „S“ Modus aktivieren, um bis zu 58 km/h zu fliegen. Dies kann man entweder in der App  machen, oder auf der rechten Seite der Fernsteuerung, dort befindet sich ein kleiner Schalter, welchen du nach vorne schieben musst
  • Die RTH („Return To Home“) Funktion ist wohl die “überlebenswichtigste”, da sie sicherstellt, dass bei Kontaktabbruch oder zu wenig Batterie die Drohne zu dem festgelegten Startpunkt zurückkehrt und sie ermöglicht auch das automatische Landen (praktisch vor allem für Anfänger, da das Landen schwieriger ist)
  • TapFly erlaubt das Steuern der Mavic via Touch, wobei Hindernisse automatisch umflogen werden können. Diese Funktion ist zwar an sich ganz interessant, allerdings nicht wirklich praktisch da sich die Drohne mit der normalen Steuerung deutlich besser lenken lässt
  • ActiveTrack ist wohl die coolste Funktion der Mavic. In diesem Modus wird per Touch ein Objekt ausgewählt dem die Drohne dann automatisch folgt. Dies funktioniert bei Personen, Autos oder Fahrrädern ganz einfach, allerdings hat dieser Modus seine Grenzen. Bei zu hoher Geschwindigkeit oder zu schnellen Bewegungen kann die Drohne den Kontakt verlieren, was sie vor allem für Sachen wie Freeskiing etc. disqualifiziert
  • Der Gestenmodus ermöglich durch Gesten das Schießen von Selfies
  • Der Stativmodus lässt die Drohne nur 3,6 km/h fliegen, damit sie gute Videos/Fotos schießen kann
  • Weitere Modi sind der Cinematic-, Gelände- und Geradeausmodus wessen Funktionen sich allerdings aus dem Namen ergeben
dji mavic pro aufnahme

Die Aufnahmen der Mavic Pro

Die Mavic Pro verfügt über eine Kamera mit einem ½,3 Zoll CMOS-Sensor, welcher Videos in 4K Auflösung mit 30 fps ermöglicht. In Sachen Fotos sind Serienbilder, ein Daueraufnahmemodus und ein Intervallmodus möglich, die mit 12 MP Auflösung für eine hohe Qualität sorgen. Die Aufnahmen können auf der mitgelieferten 16 GB Micro-SD Karte gespeichert werden, wobei wir eher eine 32 GB Karte empfehlen würden, da vor allem bei der Benutzung von zwei oder mehr Batterien der Speicher bei 4K Videos schnell voll sein kann. Die Kamera ist an einem 3-Achsen Gimbal montiert und kann sich in einem Winkel von 120° bewegen. So viel zu den technischen Daten, aber wie sind nun die Aufnahmen? Kurz gesagt ist uns kein wirklicher Mangel aufgefallen, denn die Kamera wackelt kaum und fast nicht merklich. Dadurch sind genaue Aufnahmen möglich und die schon angesprochene reibungslose Übertragung zur Fernbedienung ermöglicht ein sehr gutes, unkompliziertes Filmen von Landschaften, aber auch von fahrenden Objekten. Die Flugmodi ergänzen die Kamera perfekt, denn so kann man wirklich das Beste rausholen. Ein kleiner Mangel ist, das die Aufnahmen nicht wirklich satt in der Farbe wirken, fast schon etwas verblasst. Dies ist aber mit alles gängigen Video- und Fotobearbeitungsprogrammen schnell behoben. Der Kontrast, die Konturen und die Helligkeit sind in jedem Punkt makellos.

dji mavic pro aufnahme von feld

Fazit

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Mavic Pro im Großen und Ganzen das erfüllt was man sich von ihr erwartet. Sie ist eine kompakte Drohne, welche überall schnell einsatzbereit ist und durch die hochwertige Kamera und die vielen technischen Möglichkeiten sehr gute Aufnahmen ermöglicht. Ihre Flugeigenschaften sind sehr gut und auch bei windigen Wetter liegt die Drohne gut in der Luft. Dies macht sie für Outdooreinsätze zu einem optimalen Begleiter. Allerdings sollte man es damit nicht übertreiben, da sie nicht wasserdicht ist und starken Böen nicht standhält. Ein Manko ist der ActiveTrack Mode, der zwar gut funktioniert allerdings bei schnellen Bewegungen oftmals das Objekt aus den Augen verliert. Dies und die etwas verblasten Farben bei den Aufnahmen sind auch schon die einzigen wirklichen Kritikpunkte an einer sonst hervoragenden und praktischen Drohne. Eine eindeutige Kaufempfehlung anjeden Drohnen-Enthusiasten! Wir können dies nach ausgiebigen Testen ohne Bedenken aussprechen. Wer sich die Mavic Pro aber erst einmal in Ruhe anschauen und testen will, kann sie sich bei Droneking.de für ein Wochenende günstig mieten.

Droneking.de ist ein eine Webseite, welche sich auf die deutschlandweite Vermietung der DJI Mavic Pro spezialisiert hat. Hier kannst Du sehr günstig deine eigene Mavic Pro mieten und damit tolle Aufnahmen machen. Im Preis sind 2 Akkus, eine SD-Karte, ein Koffer für den Transport und eine Haftpflicht- sowie eine Kaskoversicherung für den Flug inbegriffen. Der Ablauf der Lieferung und Bestellung ist sehr leicht und komfortabel gestaltet.

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