Die US Armee verzichtet ab sofort auf alle DJI Produkte

Wie bekannt wurde will die US Armee komplett auf die Benutzung von DJI Produkten verzichten, da Ihnen der chinesische Anbieter zu unsicher ist. In der Vergangenheit verwendete das Militär, aber auch anderer Behörden, die Produkte von DJI sehr gerne und auch durchaus intensiv- damit soll aber von nun an Schluss sein. Durch die Anordnung werden sämtliche DJI Produkte, wie Drohnen, Batterien oder Speicherträger, aber auch alle Softwareprogramme deinstalliert bzw. beschlagnahmt. Das Memorandum geht anscheinend auf zwei unterschiedliche Berichte der US Navy und der US Army zurück, welche unabhängig voneinander auf Gefahren und Risiken der Nutzung aller Produkte der DJI Familie eingehen. DJI wurde anscheinend von diesem strikten Handeln überrascht, denn momentan versucht das Unternehmen sich auf Hochdruck mit den Behörden zu arrangieren.



US Army DJI Drohne

Der chinesische Marktführer verkauft weltweit an verschieden Staaten seine, eigentlich für den Konsumentenmarkt bestimmten, Drohnen und macht damit Millionen. Die Drohnen werden mittlerweile von vielen Armeen, aber auch der Polizei als einfach zu bedienendes Aufklärungsmittel benutzt, welche durch einen geringen Preis und hoher Belastbarkeit sehr beliebt sind. Das Problem ist allerdings die Softwaresicherheit der Drohnen; so ist es schon vorgekommen, dass Drohnen gehackt wurden- ein Risiko, welches für die Amerikaner anscheinend zu hoch ist. So werden im Internet Systemerweiterungen angeboten, damit die DJI Drohnen über bisher blockierten Orten, z.B. wie Flughafen, aufsteigen können. Dieses sogenannte eingebaute Geofencing lässt sich so leicht hacken, dass die Armee befürchtet, dass es während Kampfeinsätzen zu Problemen kommen kann. Da Terroristen schon seit längerem Drohnen mit Granaten oder ähnlichem ausstatten, ließe sich durch das Hacken einer US Drohne falsche Daten an den Piloten schicken und so könnte statt der Aufklärungsdrohne, eine Selbstmorddrohne zurückkommen. Da es solche Vorfälle in der Vergangenheit schon gab, will das US Militär nur noch gesicherte Software anwenden.

DJI in der Wüste

Ein weiterer Punkt ist die Herkunft von DJI. Da die meisten Datenzentren in China liegen und in diesen wahrscheinlich Informationen über einzelne Flüge von Drohnen zusammenlaufen, könnte dies bei Hackingangriffe ganze Militäraktionen gefährden. Die Argumente sind auf jeden Fall nachvollziehbar, allerdings ist wohl angebracht zu fragen warum man sich diese überhaupt zu zulegen. Nun ja, es war wohl eine Geldsache, denn die Drohnen sind vergleichsweise billig und in großen Mengen verfügbarbar. Scheint so als würde die US Army nun im Nachhinein ihre Rechnung bekommen.

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