Die Internetdrohne von Facebook

Die Facebook-Drohne Aquila beendete ihren zweiten Testflug erfolgreich, wodurch Facebook einen Schritt weiter ist, Internet weltweit anzubieten. Der Social Media Gigant plant mit seinen Luftfahrtprojekt bis zu 4 Milliarden Menschen mit dem Internet zu verbinden, alles natürlich potentielle Facebooknutzer. Nachdem ersten Testflug im Dezember, welcher in einem Crash endete, gelang es nun den Ingenieuren von Facebook durch neue Sensoren, neuen Spoilern und einem verbesserten Landungssystem die Internetdrohne nach 96 Minuten sicher zu landen. Die Drohne startete in Yuma, Arizona und erreichte eine Höhe von ca. 1000 Metern. Während des gesamten Fluges wurde die 500 kg schwere Aquila, welche eine größere Spannweite als eine Boing 747 hat, von einem Helikopter begleitet, damit der Flug genau Überwacht werden konnte. Die dadurch gewonnen Daten werden nun genutzt um den Autopiloten, den Antrieb, die Batterien, die Aerodynamik und weitere technische Details zu verbessern, da das Ziel des Projekts eine solarbetrieben Drohne mit einer Flugzeit von mehr als einem Monat. Da eine solange Flugzeit noch nie vorher erreicht wurde wird es auch wohl noch dauern bis die Technologie ausgereift genug ist. Daher ergeben sich für die Ingenieure folgende Schwierigkeiten:




  1. Die Solarpanels der Drohne müssen während des Tags genug Energie sammeln und speichern um sicherzustellen, dass sie auch nachts fliegen kann.
  2. Die Batterien müssen auch im Winter funktionieren bzw. die Batterien müssen Leistungseinbußen im Winter abfedern können, daher machen die Batterien ca. die Hälfte des Gesamtgewichts aus.
  3. Durch die enorme Spannweite und das extrem niedrige Gewicht, welches durch eine Karbonbauweiße zustande kommt, kann das unbemannte Flugzeug mit nur etwa 40 km/h fliegen – zum Vergleich ein Gleitflugzeug fliegt etwa 80 km/h, eine normales Linienflugzeug mit etwa 400 km/h. Diese geringe Geschwindigkeit ist vorteilhaft um eine bessere Internetversorgung zu garantieren, allerdings ist eine so geringe Geschwindigkeit absolutes Neuland, daher bedarf es hier noch weiterer Tests.
  4. Eine weitere Aufgabe ist die Wirtschaftlichkeit der Drohne. Um diese zu gewährleisten müssen alle on board Systeme optimiert werden, die Strapazierfähigkeit erhöht werden und generell darf es nur eine geringe Ausfallquote geben, um die Kosten klein zu halten.

Es bleibt auf jeden Fall spannend was Facebook, aber auch Google in diesem Bereich in den kommenden Jahren bewerkstelligen werden. Da Google sein Projekt ähnlicher Idee bereits niedergelegt hat, wird Facebook wahrscheinlich der erste Konzern sein, welcher die Internetdrohne realisiert.

Bildquelle: computerbild.de

Quellen:

theguardian.com

dronelife.com

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