Drohnen-Gesetze Belgien, Niederlande, Luxemburg (Benelux-Staaten)

Die sogenannten Benelux-Staaten umfassen Belgien, den Niederlanden und Luxemburg. Insgesamt leben in der Region über 28 Millionen Menschen. Viel interessanter wird allerdings für euch sein: Was besagen die Drohnen-Gesetze in diesen Ländern? Wir haben uns für euch erkundigt.

Drohnen-Gesetze Belgien





Belgien arbeitet gerade an der genauen Formulierung seiner Gesetze für Quadrocopter & Co. Jaqueline Galant, Ministerin für Moblilität, ist mitunter für den Gesetzes-Entwurf mitverantwortlich. Bisher sieht es nach folgenden Regelungen aus:

  • Flüge sind leider nur auf Privatgrundstücken erlaubt, welche nicht näher als 3 Kilometer im Umkreis eines Flughafens sein dürfen
  • Für Drohnen über 1 Kilogramm Gewicht wird eine Genehmigung benötigt
  • Vorraussetzungen für die Drohnen-Genehmigung in Belgien: Theoretische Prüfung, Praktische Prüfung, Mindestens 100 Stunden Flugerfahrung sowie ein ärztliches Attest. Die Genehmigung gilt ein ganzes Leben lang, dafür muss man allerdings alle 2 Jahre mindestens 6 Flüge durchgeführt haben.
  • Drohnen-Piloten müssen ein Logbuch führen (in unserem Artikel Drohnen-Logbuch findet ihr ein kostenloses Muster zum Download), in welches sie Flugstunden, Startzeit, Landezeit und Ort notieren. Zudem muss die verwendete Drohne ein Fail-Safe-System haben.

Fazit: Schwierige Bedingungen für Drohnen-Piloten in Belgien!

Drohnen-Gesetze Niederlande

In den Niederlanden wird generell zwischen „kommerziellen“ und „privaten“ Drohnen-Benutzern unterschieden. Während private Drohnen-Benutzer sich lediglich an die Luftfahrt-Gesetze halten müssen, sind kommerzielle Benutzer an strenge Auflagen gebunden:

  • Als privater Drohnen-Nutzer darf man bis zu 1000 Fuß (304 Meter) hoch fliegen
  • Als kommerzieller Nutzer (z.B. Unternehmen, Fotografen, Landwirte, etc.) müssen für jeden einzelnen Flug eine Lizenz beantragen (bei der zuständigen Behörde Ilent)
  • Gesetzeserleichterungen für Mini-Drohnen sind geplant

Fazit: Für private Drohnen-Benutzer sehr einfach – für kommerzielle Benutzer sehr aufwändig.

Drohnen-Gesetze Luxemburg

Nach einem gefährlichen Zwischenfall am Luxemburger Findel Flughafen ist eine Arbeitsgruppe mit einem Gesetzesentwurf beschäftigt. Ergebnisse werden in den nächsten Monaten erwartet.

Stand: 21.03.2016. Alle Angaben ohne Gewähr.


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Gimbal (Bildstabilisierung)

Seitdem Drohnen den Markt erobern, stößt man immer wieder auf neue Begriffe, die man davor noch nie gehört hat. Insbesondere im Zusammenhang mit Kameradrohnen hört man immer Häufiger den Begriff „Gimbal“ – noch vor zwei Jahren stand diese Technik in den Sternen, heute ist sie Realität.

Was ist ein Gimbal?





Das Wort „Gimbal“ kommt aus dem englischen und heisst Kardanische Aufhängung / Lagerung.
Dabei ist das Objekt in zwei Ebenen gelagert. Bei ausgewogenem Schwerpunkt ermöglicht diese spezielle Lagerung dem Objekt in der Mitte eine dreidimensionale Bewegung. Somit werden Neigungen der Umgebung automatisch ausgeglichen. Dieses Prinzip wird zum Beispiel auf Schiffen angewendet, um Messinstrumente auch bei starkem Wellengang in Waage zu halten.

gimbal wikipedia

Wie funktioniert ein Gimbal?

Um die Kamera an einer Drohne aufzuhängen und das Videobild zu stabilisieren genügt allein das Schwerpunkt-Prinzip nicht, da die Bewegungen der Drohnen viel zu schnell sind und die Kamera entsprechend träge ist.
Die drehbaren Lager würden die Schwingungen und Bewegungen zwar dämpfen jedoch nicht vollständig eliminieren. Daher verfügt die Kameraaufhängung über drei rechtwinklig zueinander stehende Achsen, die mit „bürstenlosen Motoren“ (Brushless Motor) versehen sind und durch eine Sensoreinheit die Bewegung der Drohne ausgleichen. Die Sensoreinheit – eine sogenannte IMU (inertial measurement unit) misst die Lage und Beschleunigung der Kamera im Raum in Echtzeit.
Um die Kamera in Position zu halten, werden die ermittelten Sensor- und Lagedaten genutzt. Erkennt das System nun eine minimale Lageänderung beispielsweise durch ein abruptes Abbremsen, werden die entsprechenden Motoren an dem Gimbal angesteuert, um die Kamera entgegengesetzt zu bewegen. Um gleichzeitig Vibrationen auszugleichen, wird in den meisten Fällen ein zusätzlicher Schwingungsdämpfer zwischen Drohne und Gimbal eingesetzt.

Gimbal

Durch die fortgeschrittene Technik sind Verzögerungen kaum mehr erkennbar. Obwohl die Drohne bei starkem Wind wackelt und schwank erscheint das aufgenommene Videomaterial vollkommen ruhig.

Da jeder Gimbal genau auf die verwendete Kamera hinsichtlich Gewicht und Schwerpunkt abgestimmt sein muss gibt es nur selten universelle Gimbal Systeme. Zudem passt die Montagevorrichtung auch nur zu einer speziellen Drohne. Aus den beiden genannten Gründen werden immer mehr Kameras mit passendem Gimbal ab Werk  verkauft.

Verschiedene Gimbal-Varianten

Natürlich gibt es je nach Budget und Anspruch verschiedene Gimbals. Manche gleichen Bewegungen in einer oder zwei Dimensionen aus. Dadurch wird jedoch kein wackelfreies Bild garantiert.
Nur wenn der Gimbal in drei Dimensionen Bewegungen ausgleicht, kann das Bild zu 100% wackelfrei sein. Diese Gimbals werden 3D-Gimbals genannt. (Zenmuse H3-3D, Zenmuse H4-3D oder Zenmuse H3-2D).

Vorteile von einem Gimbal

Ein weiterer großer Vorteil eines Gimbals mit bürstenlosen Motoren ist die Möglichkeit, die Kamera zu steuern. Der Gimbal wird also nicht nur zur Stabilisierung genutzt sondern auch zur aktiven Steuerung der Kamera via Fernsteuerung. Bei den Einsteigerdrohnen, wie bei der DJI Phantom 3 Serie ist nur die Neigung nach unten steuerbar. Bei den Profi-Modellen, wie beispielsweise bei der Inspire 1 ist eine zwei- oder dreidimensionale Steuerung möglich – 360° Gimbal. Bei Kinoproduktionen werden zwei Personen eingesetzt. Eine steuert die Drohne, der andere die Kamera.

Da ein Gimbal nicht nur an Drohnen von extremen Vorteil ist gibt es neuerdings auch Handheld-Gimbals, die die mechanischen Standy-Cams bald ersetzen werden. Sowohl im Hobby-Bereich (DJI Osmo) als auch für Kinoproduktionen (DJI Ronin).

Auch dazu haben wir für euch Testberichte und Vergleiche: TOP 10 Handheld Gimbals

Hexo+ Erfahrungsbericht: Intelligente Autonome Drohne

Kennt ihr schon die Hexo+ Drohne? Nein? Dann ist dieser Artikel das Richtige für euch!

Die Hexo+ hat ihren Ursprung in einer Kickstarter-Kampagne. Insgesamt wurden bei dieser über 1,3 Millionen US-Dollar von 2300 Unterstützern gesammelt. Das Besondere an der Hexo+ ist, dass die Drohne vollkommen selbständig fliegt, frei nach dem Motto: Kein Pilot, Kein Kameramann, Keine Kopfschmerzen.



Hexo+ Erfahrungen & Technische Details

Die autonome Drohne startet man durch drei einfache Schritte:

  1. Kameraperspektive auf Smartphone auswählen
  2. Start klicken und Drohne in Position fliegen lassen
  3. Sich von der Drohne verfolgen lassen!

Gefilmt wird durch eine GoPro (welche man natürlich noch extra kaufen muss), befestigt an einem 3D-Gimbal. Die Hexo+ wiegt 980g, hat eine Flugzeit von bis zu 15 Minuten und kann bis zu 70 km/h schnell fliegen. Die Reichweite beträgt 2 Kilometer. Die Drohne besitzt auch FailSafe-Modes für mehrere Szenarien (z.B. niedriger Drohnen-Akku, niedriger Handy-Akku, etc.).

Die App ist intuitiv bedienbar und für Apple (ab IoS 8) und Android erhätlich.

Preis, Erste Meinungen und Kommentare

 

Mittlerweile kostet die Hexo+ 999$, nachdem sie anfangs noch 1349$ gekostet hatte. Der Preis wurde gesenkt, um dem Wettbewerbsdruck standzuhalten und mehr Kunden anzusprechen.

Im Dezember verkündete der Anbieter, dass die ersten 1000 Drohnen verschifft wurden. Leider findet man in den Kommentaren einige kritische Kommentare bezüglich Abstürzen, Fehlern und Bugs in der App, während sich andere über die Funktionstüchtigkeit des Geräts freuen.

Unser Tipp: Wartet noch ab, bis es eine neuere, weniger fehligeranfällige Version der HexoPlus gibt, beziehungsweise lasst dem Hersteller Zeit, die Fehler auszubessern, damit sich die Investition voll lohnt! Das Konzept an sich hört sich interessant aus und wir denken auch, dass die Umsetzung in die richtige Richtung geht.

Flyhum eröffnet seinen Drohnen-Marktplatz

 

Drohnen-Marktplatz Flyhum Erfahrungen

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis der erste Drohnen-Marktplatz seine Pforten öffnet. Nun ist es soweit: Flyhum.com bietet das Kaufen, Verkaufen und Mieten von Drohnen sowie Drohnen-Dienstleistungen an. Wir haben uns auf der Seite umgeschaut.



Erster Eindruck

Sofort fällt einem ins Auge: Flyhum ist bisher nur in englischer Sprache erhältlich. Auch die angebotenen Fluggeräte kommen meist aus dem Ausland. Wenn die Seite gut läuft ist es aber wahrscheinlich, dass bald auch eine deutsche Version eröffnet wird – schließlich wächst der inländische Drohnen-Markt stetig.

Von der Aufmachung her ist die Seite sehr modern und einfach zu bedienen. Besonders die übersichtliche Struktur gefällt uns. Auf der linken Seite kann man die Angebote direkt sortieren; wenn man selber ein Inserat einstellen möchte geht dies auch per Klick auf „Post a new listing“.

Bewertung Drohnen-Marktplatz

 

Angebote kann man nach Features, Service-Typ, Drohnenhersteller und Preis sortieren. Was uns ein wenig fehlt ist eine „Sortieren nach Herkunftsort“-Funktion. Als Service-Dienstleistungen werden bisher Video-Nachbearbeitung, Rechtsberatung sowie Drohnen-Luftaufnahmen angeboten.

Bei den Produkten konnten wir noch keine ausgesprochenen Schnäppchen erkennen. Beispielsweise wird eine DJI Phantom 3 für 800$ angeboten – obwohl diese bereits für 500€ auf Amazon erhältlich ist.

Fazit

Flyhum ist eine interessante Seite mit Potential, der allerdings noch einige Features und ein größeres Inserats-Angebot fehlen. Wir werden die Entwicklung des Drohnen-Marktplatzes beobachten und hoffen auf eine deutsche Version in Zukunft!

DJI Phantom 3 – Zurücksetzen der Fernsteuerung

Wie setzt man das Wi-Fi der DJI Phantom 3 Fernsteuerung zurück?

Bewege das Einstellrad links oben an der Fernsteuerung nach oben und halte es einige Sekunde.
Währenddessen drückst du den S2 Schalter über dem Einstellrad 3 Mal oder öfters hoch und runter.
Nun wird das Fernsteuerungslicht rot und grün leuchten. Das Wi-Fi Passwort der Fernsteuerung wird kurz darauf zu „12341234“ zurückgesetzt.




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